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Radiogespräch zur Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens

Die Freie Radiomacherin Ulrike Göking hat mit mir für ihre Sendereihe "Generation G - G wie Grundeinkommen" ein Gespräch zur Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens geführt, das dann auf Radio FREEQUENNS zu hören war, einem freien Radio im steirischen Ennstal in Österreich. Das Gespräch steht auch als Podcast zur Verfügung.


Diskussion mit der SPD-Landtagsfraktion SH zum BGE

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Die SPD-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein hat am 14.12.2017 eine Diskussion zum bedingungslosen Grundeinkommen durchgeführt, an der ich mich mit dem Impulsreferat "Das bedingungslose Grundeinkommen als epochaler Fortschritt in der Sozialstaatsentwicklung?" und mit Beiträgen auf dem Podium in der anschließenden Diskussion beteiligt habe. Die Diskussion fand im Kieler Landtag statt unter dem Titel "(Streit-) Thema Grundeinkommen - Risiko oder Chance für den Sozialstaat?". Nähere Informationen finden sich unter dem folgenden Facebook-Veranstaltungseintrag: https://www.facebook.com/events/128955811112404/

Die Diskussion erfolgte vor dem Hintergrund einer bundeslandspezifischen Diskussionslage. CDU, FDP und Grüne haben sich in Schleswig-Holstein in ihrer Koalitionsvereinbarung darüber verständigt, sich im Laufe der Legislaturperiode mit dem bedingungslosen Grundeinkommen, aber auch mit dem FDP-Bürgergeld u.a. näher auseinanderzusetzen. Zu diesem Zweck wurde ein &qu…

Aufsatz zu Max Weber, zur Arbeitsethik und zum bedingungslosen Grundeinkommen

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Diskussionen zum Reformvorschlag eines bedingungslosen Grundeinkommens werden insbesondere durch die Frage geprägt, ob bei seiner Einführung noch genügend Anreize zur Arbeit verbleiben bzw. ob die große Mehrheit der Bürger sich weiterhin an der Erledigung notwendiger gesellschaftlicher Arbeit beteiligt. Die Frage berührt jedoch nicht allein ökonomische Anreize, wie sie bei Betrachtungen im Mainstream der heute öffentlich sichtbaren Wirtschaftswissenschaft einseitig im Vordergrund stehen, sondern auch eine intrinsische Arbeitsmotivation. Der Aufsatz konzentriert sich auf diesen Aspekt der Diskussion und fragt aus einer soziologischen Perspektive nach dem Schicksal der Arbeitsethik in der Gegenwart und in einer möglichen Zukunft mit bedingungslosem Grundeinkommen. Er nimmt dabei ausführlich auf die klassische Perspektive Max Webers Bezug, die zudem bemerkenswerte Affinitäten zur Idee eines BGEs aufweist, welche in der Diskussion bisher kaum Thema waren. Empirische Grundlage der thesenha…

Grundeinkommen und Säkularisierung

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Beim Verlag Beltz-Juventa ist gerade das Buch „Säkularisierter Glaube. Fallrekonstruktionen zur fortgeschrittenen Säkularisierung des Subjekts“ erschienen.  >>Verlagsseite

Die Diskussion zum bedingungslosen Grundeinkommen spielt darin eine große Rolle. Denn sie erscheint auch als Folge einer Transformation von Lebensführungsmustern im Sinne der alten Säkularisierungsthese, die in dem Buch eine revidierte Fassung erhält auf Basis von fallrekonstruktiver Forschung.

BGE im Kontext von Modernisierung, Säkularisierung und Sozialstaatsentwicklung

Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 2014 in Trier habe ich einen Vortrag in der gemeinsamen Veranstaltung der Sektion Sozialpolitik und Sektion Religionssoziologie gehalten, in dem ich das bedingungslose Grundeinkommen im Kontext einer Theoriediskussion thematisiere, die einen Zusammenhang zwischen existenzieller Sicherheit und Säkularisierung herstellt.

QE for people conference at the European Parliament

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On February 17th 2016, three Members of the European Parliament hosted a conference in the Parliament to initiate the debate about alternatives to quantitative easing - know as QE for People. The conclusion of the event was that QE for People was both possible and necessary in the eurozone. Source

Why the ECB should give money directly to People (Eric Lonergan)

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Speech at the European Parliament: Macro-fund manager and economist Eric Lonergan argues that the European Central Bank should distribute money to all residents as an alternative to QE. According to Lonergan this is legally and technically possible in the eurozone

Europäische Finanzkrise und Bedingungsloses Grundeinkommen - Videoausschnitte

Video-Ausschnitte der Abschlussdiskussion „Wie wir künftig in Europa leben wollen – z. B. mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen!?“ am 10. Mai der Hamburger Utopiewochen 2014.


Die von mir dort vorgetragenen Thesen zum Thema Grundeinkommen und Europa können auch hier nachgelesen werden.

Grundeinkommen und Arbeitsethik

Einige Thesen zur Arbeitsethik in der Gegenwart mit Bezug auf ein bedingungsloses Grundeinkommen als Gastbeitrag in den "Liberalen Perspektiven"
https://www.academia.edu/10082524/Arbeitsethik_in_der_Gegenwart

Vier Thesen zum Thema Grundeinkommen und Europa

Die folgenden Thesen dienten als  Diskussionsauftakt für die Abschlussdiskussion „Wie wir künftig in Europa leben wollen – z. B. mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen!?“ der Hamburger Utopiewochen 2014 am 10. Mai.

Keine Eurozone ohne bedingungsloses Grundeinkommen in Europa

Am 1. Dezember 2013 hat Philippe Van Parijs an der Universität Kopenhagen eine hörenswerte Vorlesung in Englisch zum Thema "No Eurozone without a Euro Dividend" gehalten, die von dem dänischen Ableger des Basic Income Earth Network auf Youtube veröffentlicht wurde (siehe unten). Schon seit ein paar Jahren setzt er sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen auf europäischer Ebene beharrlich und mit bemerkenswerten Argumenten ein, obgleich die Mainstream-Intellektualität, die sich über die Krise der Europäischen Union und ihre Lösungsmöglichkeiten den Kopf zerbricht, sich diesem Vorschlag gegenüber weiterhin ziemlich ignorant verhält, wovon man sich unter anderem auf der letzten Konferenz des Council for European Studies in Amsterdam 2013 überzeugen konnte. (Diese wissenschaftliche Fachgesellschaft für Europaforschung ist die größte ihrer Art und versammelt auf ihren Konferenzen über 1000 Teilnehmer aus allen Fachrichtungen und Erdteilen.)

Kommentar zu Herbert Wilkens Mindestlohnplädoyer

Der nachfolgende Text stellt einen Kommentar zu dem Artikel von Herbert Wilkens "Mindestlohn jetzt - Grundeinkommen sobald wie möglich" vom 5.7.2013 auf www.grundeinkommen.de dar. Der Kommentar konnte wegen seiner Länge nicht direkt auf der Artikelseite in der Kommentarspalte platziert werden. „In fast allen anderen europäischen Ländern sehen wir, dass ein Mindestlohn die Verteilung gleicher machen kann, ohne nennenswerte ökonomische Probleme zu verursachen.“ Dieser Satz, besonders der letzte Teilsatz, in dem Artikel von Herbert Wilkens scheint mir angesichts der großen wirtschaftlichen Probleme vieler europäischer Länder derzeit eine kühne, wenn nicht absurde Behauptung zu sein. Die exzeptionell-gute Position Deutschlands in der Euro-Krise hängt zweifellos auch mit der (eigennützigen, in gewisser Weise sogar egoistischen) deutschen Lohnpolitik, dem Niedriglohnsektor und den Hartz-Reformen zusammen, die Deutschland auf Kosten anderer europäischer Länder (und der betroffenen …

Ohne Grundeinkommen kein Ende der Verschuldungsdynamik

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Am 24. Mai 2012 fand in der ZDF-Sendung „maybrit illner“ unter dem Titel „Alle pfeifen auf die Schulden. Wer hört noch auf die Kanzlerin?“ eine bemerkenswerte Diskussion zwischen dem Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, dem CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, dem griechischen Wirtschaftswissenschaftler Theodoros Paraskevopoulos, der den linken griechischen Wahlfavoriten Alexis Tsipras der Partei Syriza berät, dem Anthropologen, bekennenden Anarchisten und Vordenker der Occupy-Bewegung David Graeber und dem früheren Vorstand der Dresdner Bank, Herbert Walter, statt. Im Laufe der Diskussion formulierte Letzterer eine interessante Problemdiagnose, die eine nähere Betrachtung verdient und eine erstaunlich breite Zustimmung gefunden hat, besonders bei Jürgen Trittin und David Graeber (Graeber spricht sich seit Neuestem für ein bedingungsloses Grundeinkommen aus).
(Ab Minute 52:25:) Illner: „Aber mich würde mal interessieren, warum Sie sagen, die Politik ist selber dra…

Konjunkturen der Grundeinkommensdiskussion in Deutschland

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Der Internetkonzern Google ist seit Jahren dabei, ganze Bibliotheksbestände zu digitalisieren. Seit einiger Zeit bietet er die Möglichkeit an, sich die Häufigkeit bestimmter Worte in diesen Beständen als Grafik anzeigen zu lassen (Google Ngram Viewer). Das eröffnet die Möglichkeit, auch die Konjunktur der Grundeinkommensdiskussion grafisch abzubilden, schlicht entlang der Häufigkeit, mit der das Wort „Grundeinkommen“ in den erfassten Buchbeständen vorkommt. Das Ergebnis ist nicht nur anschaulich, sondern trifft tatsächlich die Konjunkturen der Diskussion relativ gut.
(Eine große Ansicht der Grafik erhält man durch das Anklicken der Grafik.)

Der sozialdemokratische Paternalismus einer planwirtschaftlichen Versorgung der Menschen mit Erwerbsarbeit

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In der Fernsehsendung „Wahlarena“ des WDR vom 2.05.2012 äußerte sich der Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen Piratenpartei, Joachim Paul, in bemerkenswert ausführlicher und konturierter Weise zu den Inhalten seiner Partei und dabei auch zum Offenbacher Parteitagsbeschluss der Piraten zum bedingungslosen Grundeinkommen. Die ebenfalls anwesenden Spitzenkandidaten der konkurrierenden Parteien ließen es sich nicht nehmen, darauf zu erwidern, allen voran die heute überall für ihre menschenzugewandte Art gelobte Wahlsiegerin Hannelore Kraft. Ihre Erwiderung ist bezeichnend für einen schon seit Langem latent vorhandenen sozialdemokratischen Paternalismus, der sich auf die Teilhabe an der Erwerbsarbeit richtet, sich in fürsorglicher Zugewandtheit übt, aber dabei eben im Hintergrund, wie das bei einem paternalistischen Denken nun mal so ist, autoritäre und bevormundende Züge aufweist. Das zeigt sich auch wieder in den folgenden Worten von Hannelore Kraft, die auf die Aussage von Joachi…

Grundeinkommen statt Betreuungsgeld

Die aktuelle Kontroverse innerhalb der Regierungskoalition von CDU, CSU und FDP um das im Koalitionsvertrag verabredete „Betreuungsgeld“ zeigt auf anschauliche Weise die Verfahrenheit der politischen Debatte und die Phantasielosigkeit der regierenden Parteien, aber auch der Oppositionsparteien SPD, Grüne und „Die Linke“. Ein bedingungsloses Grundeinkommen in existenzsichernder Höhe, wie es derzeit als einzige in deutschen Parlamenten vertretene Partei die Piratenpartei vorschlägt, würde diese Kontroverse überflüssig machen.

Grundeinkommen statt schuldenfinanziertes Wirtschaftswachstum

Die USA wurden vor der Zeit der Finanzkrise oft ziemlich unkritisch als Land einer erfolgreichen Beschäftigungspolitik gepriesen, das die Möglichkeit niedriger Arbeitslosenraten beweise. So auch vom prominenten Ökonomen Hans-Werner Sinn, der zwar "ungesunde" Entwicklungen in diesem Land bereitwillig einräumte, sie aber aus seiner Beurteilung der Beschäftigungspolitik einfach ausklammerte, wie z.B. in der wenige Monate nach der Bundestagswahl von 2005 abgehaltenen öffentlichen Diskussion mit Jeremy Rifkin zum Thema „Das Ende der (bezahlten) Arbeit?“, die vom Wahlsieger CDU veranstaltet wurde (vgl. meinen Artikel von 2008). Rifkin hat in dieser Diskussion darauf hingewiesen, dass das von Sinn gepriesene "Beschäftigungswunder" der USA (ante Finanzkrise) maßgeblich auf einer Politik des schuldenfinanzierten Wirtschaftswachstums basiere, aber Sinn war dadurch nicht dazu zu bewegen, dies in seine Beurteilung aufzunehmen.

"German Unemployment Obfuscation"

Deutsche Politiker werden nicht müde, ein deutsches Beschäftigungswunder zu konstatieren, sich dafür kräftig auf die Schultern zu klopfen und das "deutsche Modell", nicht ohne Selbstgerechtigkeit, den Europäern als tugendhaften Weg anzuempfehlen, gestützt durch einen französischen Präsidenten, der sich Deutschland zum Vorbild nimmt, um den Franzosen Reformen zu versüßen, deren Erfolgsaussichten angeblich in Deutschland zu besichtigen seien. Dass Deutschland derzeit vom Elend anderer Staaten profitiert, weil das dort abgezogene Anlagekapital Deutschland rekordverdächtig niedrige Zinsen am Anleihemarkt beschert, wird gerne unerwähnt gelassen. Und wie es allen europäischen Ländern besser gehen soll, wenn sie das "deutsche Modell" kopieren, das nicht zuletzt darauf beruht, einen großen Niedriglohnsektor auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen, der im Wettbewerb auch mit den europäischen Nachbarn preislich Boden gut macht, bleibt schleierhaft. Denn wenn andere dieses Modell ko…

Spenden für das Grundeinkommensprojekt in Namibia

Während in Deutschland Theaterstücke und Romane über das Grundeinkommen und ähnliches mehr eine Finanzierung finden, obwohl im Hinblick auf den Wert solcher Unternehmungen eine gewisse Skepsis angebracht ist (natürlich habe ich nichts gegen Theaterstücke und Romane, aber im Hinblick auf die Verbreitung der Grundeinkommensidee produzierte Auftragswerke erscheinen doch etwas fragwürdig, sowohl in künstlerischer Hinsicht als auch unter dem Gesichtspunkt der Öffentlichkeitsarbeit pro Grundeinkommen), kämpft das bahnbrechende und weltweit Aufsehen erregende Pilotprojekt der Basic Income Grant Coalition in Namibia um sein Überleben. So heißt es erneut in einem Artikel der deutschsprachigen Allgemeinen Zeitung aus Namibia dramatisch:
"Die Weiterzahlung eines Grundeinkommens (BIG) an die Bewohner von Otjivero/Omitara ist nicht gesichert, das vorhandene Geld reicht nur noch für März. Dann droht das Aus." (AZ, 27.02.2012)

Sind 27 Prozent Grundeinkommensbefürworter in Deutschlands Bevölkerung "wenig" oder "viel"?

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In einer Pressemitteilungvon Gruner+Jahr vom 14.11.2011 heißt es zu den Ergebnissen einer vom Nachrichtenmagazin Stern in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter Bundesbürgern:
„Wenig Anklang in der Bevölkerung findet ein staatlich garantiertes Grundeinkommen, wie es die Piratenpartei kürzlich auf ihrem Bundesparteitag beschlossen hat. Nur 27 Prozent der Bundesbürger unterstützen laut der stern-Umfrage diese Forderung. Auch bei den Wählern der Piraten halten das lediglich 32 Prozent für eine gute Idee.“ Ist diese Einschätzung, wonach 27 Prozent Grundeinkommensbefürworter in Deutschlands Bevölkerung „wenig“ seien, realistisch? Das hängt vom Betrachtungswinkel ab.